Dabei geht es um folgende Fragen:
- Welche Absichten verfolgt das realisierte Projekt?
- Wie wird das Projekt in die Gestaltung des Schulalltages einbezogen?
- Welche gärtnerischen Aktivitäten finden im Projekt ihre Realisierung?
Auf dieser Seite erfahrt Ihr mehr:
Informationstafel

- Informationstafel zum Schulgarten
Hurra, unser Schulgarten ist (fast) fertig!
Seit Sonnabend, den 17. Mai haben wir einen neuen Schulgarten. Alle haben mitgeholfen. Die Initiative ging von Toralf Richter, dem Vorsitzenden des Heimatvereins Mortelgrund - Alte Salzstraße e.V. aus. Unterstützt wurde er vom Schulförderverein unserer Grundschule und vom Bauhof der Stadt Sayda sowie allen Lehrern. Vorallem aber waren es die Eltern und die Kinder selbst, die mit Hand angelegt haben. Auch die Jugendherberge im Mortelgrund unterstützte den Arbeitseinsatz, in dem sich der Chef, Herr Fink, persönlich ums leibliche Wohl der Eltern und Kinder kümmerte und spontan für alle Kartoffelsuppe spendierte. Die Koordinierung aller Arbeiten lag in den Händen von Helmut Kleinwächter (Lehrer), Jana Spielhaus (Landschaftsgestalterin) und Sylvia Frei (Schatzmeisterin des Heimatvereins) sowie Carola Stumpe-Richter (Leiterin der AG "Kochen und Backen" und Mitglied der internationalen Organisation "Slow Food")
Speiseraum für die Augen
Toralf Richter: "Unser Schulgarten taugt nicht nur für den Sachkundeunterricht, er soll auch unsere Kinder für gesunde und schmackhafte Ernährung begeistern. Idealerweise sollten Kinder, Eltern und Lehrer gemeinsam den Schulgarten errichten und betreuen. In ihm sollten die Kinder Gemüse und Obst selber ziehen, ernten und anschließend in der Schulküche zu leckeren Mahlzeiten verarbeiten."
Schulgartenkonzept
von Jana Spielhaus (Landschaftsgestalterin) im Auftrag des Heimatverein Mortelgrund - Alte Salzstraße e.V. erarbeitet
Der Schulgarten ist nach dem Vorbild der seit der Zeit des Barock verbreiteten Beetform des Wegekreuzes, das ein Quadrat in vier Teile teilt, mit einem Rondell in der Mitte gestaltet. Diese Gestaltungsform wurde aus den herrschaftlichen Gärten entlehnt und in Stadt- und Bauerngärten kopiert.
Die Zeit des Barock war auch für Sayda eine bewegte Zeit. Infolge von Stadtbränden mussten Teile der Stadt wieder aufgebaut werden. Auch das Gebäude, dem der Schulgarten zugeordnet ist, stammt aus dieser Zeit. Die Obrigkeit, hier in Sayda insbesondere die Familie von Schönberg, förderte und koordinierte den Wiederaufbau und die Anwendung moderner Erkenntnisse in Gartenbau und Landwirtschaft, z.B. den Kartoffelanbau.
Jedes der vier Beete ist für eine Klassenstufe vorgesehen. Auf den Beeten wird praktisch ausprobiert, was in dem jeweiligem Schuljahr Lehrplaninhalt ist.
In der ersten Klasse geht es um Aufbau und Wachstum der Pflanzen allgemein, hier werden vor allem große Samen wie Erbsen und Bohnen gesät. Die zweite Klasse baut unterschiedliche Kartoffelsorten an, während die dritte Klasse sich um das Wachstum von Getreidepflanzen wie Mais und Weizen kümmert. In der vierten Klasse werden Anbautechniken, wie das Vereinzeln, das Pikieren, sowie Vermehrungstechniken, z.B. Ablegergewinnung bei Erdbeeren, vorgestellt.
Das Rondell in der Mitte ist leicht erhöht, hier wachsen sonnenhungrige ausdauernde Gewürzpflanzen, die neben dem Geschmacks- und Geruchserlebnis durch unterschiedliche Laubfarbe und Blüte einen schönen Anblick bieten.
Eine Entdeckung der besonderen Art wird für die Kinder und Besucher das Minzenbeet an der Gartenmauer sein. Hier kann man sich durch 8 verschiedene Minzensorten von Erdbeerminze bis Kentucky Spearmint schnuppern und schmecken.
Neben dem Minzenbeet soll eine Wetterstation aufgebaut werden. Hier können die Kinder Wetterphänomene beobachten.
Auf den Beeten am Rand ist genug Platz für Projekte der Arbeitsgemeinschaften, z.B. der AG “Der Natur auf der Spur“. Hier kann ein Schmetterlingsbeet oder ein Hummelbeet entstehen, oder auch ein Beet für Pflanzen mit essbaren Blüten. Auch die AG "Kochen und Backen" erhält ihr eigenes Gemüsebeet.
Vier Obstbäume, zwei historische Apfel- und zwei Pflaumensorten, begrenzen den Garten zum Weg.
Auf der östlichen Seite des Grundstückes entsteht ein Schuppen zur Aufbewahrung der Gartengeräte.
Daneben befindet sich der Kompost, der neben seiner gärtnerischen Notwendigkeit ein gutes Anschauungsbeispiel für den Stoffkreislauf der Natur darstellt.
Ein besonderes Beet ist für Zwiebelpflanzen und Frühblüher vorgesehen.
Eine großzügige Terrasse am Haus bietet genug Platz für Unterricht und Entspannung im Freien für eine ganze Schulklasse.












































